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Deutsch

Der Unterricht in Deutsch als Mutter- oder Zweitsprache befähigt Schülerinnen und Schüler, sich in der Welt sprachlich zurechtzufinden, die eigene Persönlichkeit zu entfalten und mit andern zu kommunizieren. Er macht Sprache erfahrbar als eine grundlegende menschliche Fähigkeit und vertieft die Begegnung mit Sprache als Erkenntnismittel, als Kommunikationsmittel, als Kunst- und Spielmittel; er sensibilisiert für Sprache als Machtmittel und macht bewusst, dass Sprache oft Mittel und Gegenstand zugleich ist.
Erasmus von Rotterdam (Foto: Martin Bühler)

Erasmus von Rotterdam (Foto: Martin Bühler)

• Sprache als Erkenntnismittel ist zu einem wesentlichen Teil Grundlage unseres Denkens und vermittelt Wissen und Erfahrung. Wir verfügen damit über ein taugliches Instrument, um uns selbst und die Mitwelt zu begreifen.
• Sprache als Kommunikationsmittel wirkt als sozial verbindende oder aber trennende Kraft. Als Mittel der Verständigung ermöglicht sie, dass wir angemessen auf unsere Mitmenschen eingehen können. Als Machtmittel teilt sie soziale Rollen zu, vermag solche Rollen aber auch aufzusprengen. Das verpflichtet, Schülerinnen und Schüler zu einem humanen Sprachverhalten zu erziehen.
• Sprache als Kunstmittel weckt die Freude am gestalteten Ausdruck und entwickelt die Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler im ästhetischen Bereich. Sprache als Spielmittel erlaubt spontanen Einblick in ihren Aufbau und fördert Kreativität, somit auch Selbsterfahrung.Der Deutschunterricht fördert die Fähigkeit, eine sprachlich-kulturelle Identität aufzubauen. Diese ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass sich der Mensch in einer sehr komplexen Welt zurechtfinden kann.
• Der moderne Mensch ist einer wirkungsvollen Informationsflut ausgesetzt. Dabei besteht die Gefahr, dass seine Sprachkompetenz durch vorherrschende visuelle Reize vermindert wird. Indem sich der Deutschunterricht mit den neuen Kommunikationsmedien und -formen auf praktischer wie reflektierender Ebene auseinander setzt, ermöglicht er einen kritischen, selbstbestimmten Umgang damit und trägt dazu bei, den genannten Gefahren zu begegnen.
• Die Gegenwart ist von Wertunsicherheit gezeichnet. Literarische Bildung fördert die Entscheidung für oder gegen bestehende Normen und Werte, indem sie einen offenen Blick auf das Gegenwärtige verlangt und eine kontrastive Aneignung des Vergangenen sowie den Entwurf von Notwendigem und Möglichem anregt. Deshalb müssen auch Träume und Utopien ernst genommen werden.


Die Bedeutung des Deutschen als Mutter- oder Zweitsprache legt nahe, Zusammenhänge mit anderen Fächern herauszuarbeiten. Sprachförderung ist aber auch eine Aufgabe aller Fächer. Der Deutschunterricht nutzt die Möglichkeiten fächerübergreifenden Arbeitens, um Spielräume
zu eröffnen für ein Handeln mit Bezug zur Lebenswelt. Vor allem natur- und öffentlichkeitsbezogene Projekte ermöglichen eine ganzheitliche Aktivierung junger Menschen. Der Deutschunterricht hat zum Ziel, in den Bereichen Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben kompetente, verantwortungsbewusste und kritische Sprachbenützer heranzubilden. (Bildungsplan Basel-Stadt)

  • Grundlagenfach
  • Ergänzungsfächer

 

Fachgruppe:

Adrian Auer, Barbara Biedert, Beatrice Dietrich, Caroline Dürsteler, Ursina Fehr, Georg Geiger, Denise Greiner, Simone Grossenbacher, Fritz Hafner, Christoph Henzmann, Wolfgang Klingler, Martin Luchsinger, Jakob Meyer,  Matthias Mittelbach, Roger Morger, Barbara Probst, Matthias Roth, Arlette Schnyder Rainer Vogler, Muriel Sutter, Elisabeth Wiederkehr, Nicole Zumkehr

Mailadressen der Lehrpersonen: vorname.nachname(at)edubs.ch

 

 
 
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