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Geschichte der Schule

Basel, Töchterschule
Bild Legende:

Das Gymnasium Leonhard ist aus dem Zusammenschluss des Gymnasiums am Kohlenberg und des Holbein-Gymnasiums entstanden. Beide Schulen sind massgeblich geprägt durch die Tradition des Mädchengymnasiums, aus dem sie 1959 hervorgegangen sind. Dort war die Bildungsarbeit seit der Jahrhundertwende zu gleichen Teilen Frauen und Männern anvertraut; immer wurde der gymnasiale Bildungsauftrag emanzipatorisch verstanden: als Auftrag, gymnasiale Bildung auch einer Schülerschaft zu erschliessen, deren Bildungsanspruch gegen gesellschaftliche Vorurteile erkämpft werden musste. Hier wurde 1899 aus der allgemeinbildenden Töchterschule der Stadt eine der ersten Maturitätsschulen für Mädchen entwickelt, hier Ende der Fünfzigerjahre die erste Diplommittelschule unseres Landes und das erste neusprachliche Gymnasium mit eidgenössischer Anerkennung. Dieser historischen Entwicklung, die etwa im recht hohen Anteil an Frauen bei den Unterrichtenden und Unterrichteten noch heute spürbar ist, fühlen wir uns nach wie vor verpflichtet. 

1813 Gründung als «Töchterschule», Erfindung verschiedener Bildungsgänge zur Verbesserung der Bildungs- und Berufschancen der Mädchen
1884 Die Töchterschule bezieht das neu erstellte Schulhaus auf dem Kohlenberg
1899 Eröffnung einer Gymnasial-Abteilung: Einzige Maturitätsschule für Mädchen
1906 Erweiterung um den Jugendstil-Trakt
1913 Gymnasialabteilung eidgenössisch anerkannt
1929 Umbenennung in «Mädchengymnasium» mit 3 Abteilungen:
Gymnasialabteilung, Realabteilung (schweizerischer Prototyp für den neusprachlichen Maturitätstypus) und Allg. Abteilung (schweizerischer Prototyp für die Diplommittelschulen)
1959 Neubau (Holbein-Schulhaus) und Trennung (MG I und MG II)
1968 Auch Knaben besuchen unsere Schule: Umbenennung in Kohlenberg- und Holbein-Gymnasium
1997 Zusammenführung des Kohlenberg- und Holbeingymnasiums und Neubenennung: Gymnasium Leonhard
2013 Jubiläum «200 Jahre Höhere Mädchenbildung Basel»