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Ausgezeichnete Maturaarbeiten

Amelie Nauen hat es mit ihrer historischen Arbeit ‚Migrationsbewegungen nach 1945 am Beispiel Schlesien‘ bis in die Endrunde von „«Schweizer Jugend forscht» geschafft.

In der Einleitung zu ihrer Maturaarbeit beschreibt sie Thema und Inhalt ihrer Arbeit wie folgt:

„Flüchtlinge, Emigranten, Aussiedler, Umsiedler oder Vertriebene? Was waren die Schlesier und Schlesierinnen, die nach dem 2. Weltkrieg ihre Heimat verliessen? (…)

In meiner Untersuchung ging es darum, etwas über die Lebensbedingungen der Deutschen im polnischen Schlesien, über ihr Alltagsleben und ihre Entscheidung, Schlesien zu verlassen zu erfahren. (…)

Bei den Überlegungen für meine Arbeit war mir klar, dass ich die Chance ausnutzen musste, dass es noch Zeitzeugen gab. Mit diesen wollte ich Interviews führen. (…)

Beim Aufbau meiner Arbeit bin ich von der Beschreibung der Methode (oral history) zum Hauptteil meiner Arbeit gekommen, der aus zwei Teilen besteht. Der erste Teil widmet sich der Zeit, die meine interviewten Personen vor der Emigration im Nachkriegs-Schlesien verbrachten. Die Informationen aus den Interviews habe ich anschliessend mit der Literatur verglichen. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Integration der Schlesierinnen und Schlesier in Westdeutschland. Hier bin ich analog zum ersten Teil vorgegangen. Das abschliessende Kapitel des Hauptteils beinhaltet eine Schlussanalyse meiner Auswertungen und eine Einbettung in die damalige sowie die heutige Zeit, dazu auch noch eine Kritik der Methode der oral history in Bezug auf meine Arbeit.“

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Paula Beck und Amelie Nauen präsentieren Ihre Arbeiten 2018 in der Finalrunde von «Schweizer Jugend forscht»

Am Nationalen Wettbewerb 2018 von «Schweizer Jugend forscht» präsentierten 116 talentierte Jugendliche aus der ganzen Schweiz ihre wissenschaftlichen Projekte an der Universität Neuenburg. Darunter auch zwei Vertreterinnen unseres Gymnasiums. 

In diesem Jahr haben es Paula Beck und Amelie Nauen geschafft, ihre Maturaarbeiten im Rahmen der Finalrunde von «Schweizer Jugend forscht» an der Universität Neuenburg zu präsentieren. Wir gratulieren ihnen ganz herzlich zu diesem Erfolg!

Paula Beck hat mit ihrer gestalterischen Arbeit ‚Surreale Nacht‘ am Wettbewerb teilgenommen. 

Ausgangspunkt ihrer Arbeit war der französische Fotograf Brassai (1899 - 1984). Er bezeichnete seine Fotografien als surreal und grenzte sich dezidiert vom Begriff des Surrealismus ab. Er manipulierte seine Fotografien nicht, so wie es die Surrealisten machten. Er zeigte das Surreale in der Realität, indem er die einzelnen Bildelemente in neue, ungewohnte Bezüge zueinander setzte. 

Paula entwickelte eine eigene Fotoserie, in der sie dieses Prinzip der surrealen Fotografie umsetzen wollte. Sie entschied sich, alle Aufnahmen in der Nacht zu machen, um die Eindeutigkeiten in der Definition eines Ortes aufzuheben. Die Reduktion auf Schwarz und Weiss verleiht den Fotos eine zusätzliche Abstraktion. Das Licht wird so zum zentralen bildbestimmenden Element. Räumliche Bezüge bleiben erahnbar, einzelne Details erkennbar, in den Bildkompositionen als ganzes aber ergibt sich eine geheimnisvolle, mehrdeutige Stimmung, die Brassais Konzept des Surrealen auf eine persönliche, neue Art umsetzt. Jedes Bild steht autonom für sich, zusammen ergeben sie aber gleichzeitig eine formal geschlossene, inhaltlich mehrschichtige Serie.

Die hohe bildnerischer Qualität der Fotografien findet eine Fortsetzung in der schriftlichen Dokumentation. Sowohl ihre kunstgeschichtlichen Ausführungen als auch die Analyse der eigenen Arbeit sind sehr differenziert und präzis formuliert. Sie geht detailliert auf all ihre visuellen Fragestellungen ein und dokumentiert mit reichem Bildmaterial den Entstehungsprozess ihrer Arbeit. Es gelingt ihr so, die praktische und die theoretischen Teile ihrer Arbeit zu einem Ganzen zu verbinden. 

Paula Beck konnte ihre Arbeit auch bereits in der Schule für Gestaltung ausstellen. 

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